Mit Eisenkopf
Rainer Ern
Geboren 1957 in Fröndenberg.

Die ersten 22 Jahre in Düsseldorf.
Skizzen von Dingen, die mich beschäftigen, begleiten mich seit meiner Schulzeit.

Flucht aus der Großstadt.

Das Leben auf und mit dem Land ermöglicht mir andere oder auch neue Erfahrungen mit den elementaren Dingen des Lebens.
Durch die Restauration von Fachwerkhäusern finde ich einen anderen Bezug zu den Materialien.

1985 - auf Grund der Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Werkstoffen ist es für mich an der Zeit, den Skizzen eine weitere, eine dritte Dimension zu geben.
Die Bildhauerei
Die Faszination, die unter anderem Wasser auf mich ausübt, lässt die ersten Skulpturen entstehen.

1986 - Atelier im Glashaus, lebe und arbeite in Lübbecke, erste Ausstellungen, Teilnahme an div. Seminaren, Symposien und Kursen.

1992 - Atelier Werkstatt, bessere Arbeits- und Wohnbedingungen finde ich mit meiner Familie in Alswede. Eine ständige Ausstellung im Glashaus und ein Skulpturengelände ist geplant.

2004 - Gründung der Künstlergruppe con3

2006 - Start der VISAVIS Reihe

Ausstellungen und Symposien im In- und Ausland

Im Lager
"Seine Kunst lebt von der Spannung und der Bewegung.

Organische Abstraktionen, Schwerpunkt: Spannungsfeld Mensch. Reduktion, auf der Suche nach dem archaischen in uns und unseren Beziehungen. Objekte und Skulpturen, die in ihrem ruhigen Zustand den Eindruck großer Dynamik vermitteln. Diese Wirkung erreicht Rainer Ern nicht nur durch die Form, sondern auch, indem er unterschiedliche Materialien zueinander in Beziehung setzt.

Er arbeitet mit Stein, Holz, Lehm und Eisen, und bevorzugt dabei Materialien, die wegen ihrer Härte eine besondere Herausforderung hinsichtlich der Bearbeitung darstellen wie etwa Flintstein oder Robinie.
„Ich versuche immer mit dem Material zu arbeiten und nicht dagegen.“

Ebenso flexibel wie in der Wahl seines Werkstoffes ist der Künstler in seiner Vorgehensweise. Mal beginnt alles mit einem bestimmten Stein oder einem besonderen Stück Holz, das ihn einer bestimmten Form inspiriert. Mal steht die Idee am Anfang und er sucht dann nach dem passenden Material um diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.

Das Projekt, mit dem sich der Künstler momentan oft beschäftigt, heißt »Visavis«: Mit einem senkrechten, sich um 90 Grad drehenden Schnitt teilt Ern seinen Rohling und schafft daraus ein Gegenüber aus zwei korrespondierenden Körpern. Egal ob einander zugewandt (»Der Kuss«), Rücken an Rücken oder mit paralleler Blickrichtung (»Gemeinsam«): Immer bleibt für den Betrachter trotz der Trennung die Einheit erkennbar.

In den letzten Jahren sind Visavis-Skulpturen aus verschiedensten Materialien bis einer Größe von 320cm entstanden."